Ein Noten-Rätsel selbst erstellen

Vom Satz zum fertigen Notenblatt in fünf Schritten – und was man beim Formulieren beachten sollte, damit möglichst viele Buchstaben zu Noten werden.

Die Idee dahinter

In der Musik tragen die Töne Buchstabennamen: C, D, E, F, G, A, H und B. Wer einen Text schreibt, in dem diese Buchstaben vorkommen, kann sie durch Noten ersetzen. Aus „Bade“ werden vier Noten, aus „Regen“ nur zwei, denn R und N haben keinen Ton. Übrig gebliebene Buchstaben bleiben stehen und werden mitgelesen – so entsteht eine Mischung aus Notenzeile und Geheimschrift, die Kinder entziffern können, sobald sie die Notennamen kennen.

Schritt für Schritt

1. Text eingeben

Auf der Startseite schreibst du in das große Feld deinen Satz. Erlaubt sind bis zu 1024 Zeichen, sinnvoll sind eher zehn bis zwanzig Wörter. Während du tippst, erscheint das Notenbild sofort darunter, ebenso eine Auswertung: Wie viel Prozent des Textes ließen sich als Noten schreiben, wie viele Einzelnoten und wie viele Mehrton-Noten sind es geworden.

2. Notenschlüssel festlegen

Jede Zeile beginnt mit einem Violinschlüssel. Links neben der Zeile steht ein kleines Kontrollkästchen mit der Beschriftung „Bass“. Setzt du den Haken, wechselt genau diese Zeile in den Bassschlüssel – und alle Noten darin rücken auf andere Linien. Das lässt sich für jede Zeile getrennt einstellen und ist eine hübsche Zusatzhürde für geübtere Löser. Mehr dazu auf der Seite Notenschlüssel erklärt.

3. Darstellung anpassen

In der Seitenleiste stellst du ein, wie viele Buchstaben pro Zeile stehen sollen (vier bis vierzig), welche Schrift die Buchstaben unter den Noten bekommen und womit Wortzwischenräume markiert werden: mit einer halben oder ganzen Pause, einer gestrichelten Trennlinie oder gar nichts. Die Trennlinie ist voreingestellt, weil sie am wenigsten mit den Noten verwechselt wird.

4. Anhören

Ein Klick auf einen Notenkopf spielt den einzelnen Ton. Der Pfeil links neben einer Zeile spielt die ganze Zeile, der Knopf „Alles anhören“ das komplette Rätsel. Das Tempo lässt sich dreistufig einstellen. Gerade für Kinder, die noch nicht sicher lesen, ist das eine gute Brücke: Sie hören den Ton und ordnen ihm den Buchstaben zu.

5. Drucken oder teilen

Der Knopf „Drucken“ erzeugt ein sauberes Blatt: nur Notenlinien, die nicht darstellbaren Buchstaben und leere Striche, auf die das Kind die gefundenen Buchstaben schreibt. Auf Wunsch hängt ein zweites Blatt mit der Lösung an, und unten auf dem Rätselblatt steht ein QR-Code, der genau dieses Rätsel im Browser öffnet – zum Anhören, ohne dass die Lösung sichtbar wird. Alternativ kopiert „Link zum Rätsel“ eine Adresse in die Zwischenablage, die alle Einstellungen enthält.

Tipps für gute Sätze

Achte auf die acht Buchstaben. C, D, E, F, G, A, H und B sind die Kandidaten. E und A sind die häufigsten Buchstaben der deutschen Sprache und gleichzeitig Notennamen – fast jeder Satz bringt also schon eine Grundmenge mit.

Nutze Mehrton-Silben. Ein Notenname wie Ges besteht aus drei Buchstaben, ist aber nur eine Note. Wörter, die auf solche Silben enden oder mit ihnen beginnen, sind besonders ergiebig:

SilbeNoteKommt vor in
ESEsNest, Fest, Rest, essen, Wespe
ASAsTasse, Kasten, Wasser, Nase
GESGesGeschenk, gestern, Gesicht
CIS, DIS, FIS, GISCis, Dis, Fis, GisFisch, Gischt, Distel

Kurze Wörter mit vielen Treffern. Bade, Ecke, Dach, Bach, Hafen, Gabel, Feder, Decke, Hecke, Kaffee, Bagger – hier wird fast jeder Buchstabe zur Note. Wer ein Versteck beschreibt, kann oft zwischen mehreren Wörtern wählen: „Fach“ bringt mehr als „Schublade“, „Hecke“ mehr als „Busch“.

Probiere Varianten aus. Die Prozentanzeige unter dem Notenblatt sagt dir sofort, ob eine Umformulierung besser ist. Ab etwa 40 Prozent wird es ein schönes Rätsel; darunter liest sich das Blatt eher wie ein Text mit eingestreuten Noten.

Denk an die Lösenden. Für Anfänger reicht eine einzige Zeile im Violinschlüssel ohne Vorzeichen. Wer schon sicher liest, bekommt gemischte Schlüssel, mehr Zeilen und Mehrton-Noten mit Kreuz und b.

Wofür sich das eignet

Wenn die Notennamen noch nicht sitzen, hilft die Seite Notennamen erklärt, und zum Üben gibt es den Notenlese-Trainer. Weitere Fragen beantwortet die Fragenseite.